Inklusions-Initiative

Mehr mitbestimmen in der Politik. Und selber entscheiden über das eigene Leben. Das sind wichtige Rechte für Menschen mit Behinderungen. Der Verein Tatkraft plant deshalb die Inklusions-Initiative.

Am 15. September war Tag der Demokratie.
Der Verein Tatkraft hat an diesem Tag ein Treffen
vor dem Bundeshaus in Bern organisiert.
Beim Treffen ging es um die Rechte von Menschen mit Behinderungen.

Der Verein Tatkraft fordert:
«Die Schweiz hat die UN-BRK unterschrieben.
Die Schweiz muss mehr tun für die Rechte von Menschen mit Behinderungen.
Damit sie selbst über ihr Leben bestimmen können.
Und damit sie besser am Leben der Gesellschaft teilnehmen können.»

Der Verein Tatkraft plant deshalb eine Initiative.
Sie heisst: Inklusions-Initiative.

Was will die Initiative?

Das sind die Ziele der Inklusions-Initiative:
1. Mehr Selbstbestimmung
Menschen mit Behinderungen sollen selbst über ihr Leben bestimmen.
Damit sie so leben können,
wie sie wollen.
Und damit sie wohnen können,
wo und mit wem sie wollen.
2. Das eigene Können besser nutzen
Menschen mit Behinderungen sollen ihre Fähigkeiten besser nutzen.
Damit sie sich als Person weiterentwickeln können.
3. Mehr Teilhabe
Menschen mit Behinderungen sollen teilhaben am Leben der Gesellschaft:

  • Sie sollen aktiv sein in der Politik.
  • Sie sollen selbst bestimmen über ihre Arbeitsform.
  • Sie sollen an vielen Orten mitmachen können.
    Zum Beispiel in Vereinen.
    Oder bei Kultur-Veranstaltungen.

Es braucht mehr Assistenz

Der Verein Tatkraft sagt:
«Wir brauchen mehr Assistenz für Menschen mit Behinderungen.
Nur dann stärken wir die Rechte von Menschen mit Behinderungen.
Nur dann wird Teilhabe möglich.»

Was ist Assistenz?
Assistenz ist eine Form von Unterstützung.
Das kann eine Assistenz-Person sein.
Die Assistenz-Person unterstützt eine Person mit Behinderungen im Alltag.

Assistenz kann auch eine Sache sein.
Zum Bespiel ein besonderer Blindenstock.

Islam Alijaj vom Verein Tatkraft sagt:
«Menschen mit Behinderungen sollen die Assistenz erhalten,
die sie brauchen.
Und sie sollen die Assistenz einfacher erhalten.»

Und Islam Alijaj sagt:
«Wir fordern Assistenz überall im Alltag.
Nicht nur beim Wohnen oder in der Freizeit.
Wir brauchen mehr Assistenz.
Nur dann können wir wirklich selbstbestimmt leben.
Wir wollen ein Teil von der Gesellschaft sein.
So wie alle anderen Menschen.»

Islam Alijaj ist Politiker.
Er ist Mitglied der Partei SP.
Islam Alijaj hat eine Cerebral·parese.
Er sitzt im Rollstuhl.
Islam Alijaj kämpft für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen.
Er ist deshalb einer von den 8 Kandidatinnen und Kandidaten
für den Prix Courage 2021.
Das ist ein Preis für mutige Taten.

Ein wichtiges Signal

Islam Alijaj sagt über das Treffen in Bern:
«Es war ein wichtiges Treffen.
Es ist ein Signal an die Politik und die Gesellschaft.
Damit alle auf unsere Anliegen aufmerksam werden.»

Auch Leila Drobi war am Treffen vor dem Bundeshaus dabei.
Sie ist auch Mitglied vom Verein Tatkraft.
Und sie ist Mitglied vom Parlament in Schlieren.
Sie sagt:
«Es war ein toller Tag in Bern.
Wir haben gespürt:
Es ist jetzt Zeit für eine Veränderung.
Es ist wichtig,
dass Menschen mit Behinderungen auf ihre Anliegen aufmerksam machen.
Und dass sie ihre Rechte fordern.
Unsere Inklusions-Initiative ist etwas sehr Wichtiges.
So etwas hat es noch nie gegeben.»

Wie geht es weiter?

Der Verein Tatkraft will jetzt zusammen mit anderen Menschen ein Komitee gründen.

  • Mit Menschen, die sich für die Gleichstellung einsetzen.
  • Mit Menschen aus verschiedenen Parteien.
  • Mit Menschen mit und ohne Behinderung.

Dann will das Komitee Unterschriften sammeln.
Die Sammlung soll spätestens nächstes Jahr am 15. September 2022 starten.
Dann ist wieder Tag der Demokratie.

Hier kommst Du auf die Website vom Verein Tatkraft.
Die Website ist nicht in Leichter Sprache.
Grafik von zwei ineinander verschlungenen Büroklammern Verein Tatkraft

Hier kommst Du auf die Website vom Projekt behindertenpolitik.ch.
Die Website ist nicht in Leichter Sprache.
Grafik von zwei ineinander verschlungenen Büroklammern  behindertenpolitik.ch

Hier kommst Du auf die Website vom Prix Courage.
Dort kannst Du abstimmen, wer den Preis dieses Jahr erhalten soll.
Die Website ist nicht in Leichter Sprache.
Grafik von zwei ineinander verschlungenen Büroklammern  Prix Courage

Autorin

Andrea Sterchi