Abstimmung September 2027: Ernährungs·initiative
Die Schweiz kauft viele Lebensmittel aus dem Ausland. Das macht die Schweiz abhängig vom Ausland. Die Initiative will: Mehr Lebens·mittel sollen aus der Schweiz kommen. Und mehr Schutz für das Trinkwasser.
Wie ist es heute?
Selbst·versorgung
Die Menschen in der Schweiz sollen immer genug und gute Lebens·mittel haben.
Und sie sollen die Lebens·mittel bezahlen können.
Dazu sagt man:
Ernährungs·sicherheit.
Dazu stellt die Schweiz selbst Lebens·mittel her.
Und die Schweiz kauft Lebens·mittel von anderen Ländern.
Heute kommen knapp die Hälfte der Lebens·mittel aus der Schweiz.
Man sagt dazu:
Selbst·versorgungs·grad.
Wir unterscheiden zwischen:
- Brutto-Selbst·versorgungs·grad
- Netto-Selbst·versorgungs·grad
Brutto bedeutet:
Wie viele von den Lebens·mittel in der Schweiz kommen aus der Schweiz.
Netto bedeutet:
Wie viele von den Lebens·mitteln in der Schweiz kommen ganz aus der Schweiz.
Denn:
Die Schweizer Bauern stellen heute viel Fleisch, Milch und Käse her.
Dafür brauchen die Tiere viel Futter.
Oft kommt das Futter aus anderen Ländern.
Also nicht aus der Schweiz.
Diese Produkte zählen dann nicht für den Netto-Selbst·versorgungs·grad.
2024 war der Netto-Selbst·versorgungs·grad 42 Prozent.
Der Bund plant:
2050 soll der Netto-Selbst·versorungs·grad mindestens 50 Prozent sein.
Dünger und Pflanzen·schutzmittel
Die Bauern verwenden Dünger und Pflanzen·schutz·mittel.
Diese Stoffe können ins Grund·wasser gelangen.
Dann sind die Stoffe auch im Trinkwasser.
Es gibt Gesetze zum Schutz der Umwelt.
Der Bundes·rat will den Schutz weiter stärken.
Was will die Initiative?
Die Initiative fordert:
Die Schweiz muss mehr Lebens·mittel selbst herstellen.
Mindestens 70 Prozent von den Lebens·mitteln sollen aus der Schweiz kommen.
Das Ziel muss in 10 Jahren erreicht sein.
Die Bauern sollen mehr pflanzliche Lebens·mittel herstellen.
Zum Beispiel:
Mehr Hülsen·früchte wie Erbsli oder Soja.
Oder mehr Hafer und Kartoffeln.
Und die Bauern sollen weniger Dünger und Pflanzen·schutz·mittel verwenden.
Es braucht einen besseren Schutz für sauberes Trinkwasser.
Sauberes Trinkwasser ist ein wichtiges Lebens·mittel.
Alle Menschen in der Schweiz müssen immer genug und gutes Trinkwasser haben.
Dafür muss der Bund sorgen.
Ein fruchtbarer Boden und Biodiversität sind wichtig.
Der Bund muss beides besser schützen.
Wer ist für die Initiative?
Franziska Herren und der Verein «Sauberes Wasser für alle» haben die Initiative gemacht.
Franziska Herren ist eine Politikerin aus dem Kanton Bern.
Wer ist gegen die Initiative?
Nein zur Initiative sagen:
- der Bundesrat
- das Parlament
Der National·rat stimmte so:
Nein: 194
Ja: 0
Der Stände·rat stimmte so:
Nein: 44
Ja: 0
Im Nein-Komitee sind:
- Die Mitte
- FDP
- SP
- Grüne
- SVP
- der Bauern·verband
- das Gewerbe
- die Nahrungs·mittel-Industrie.
Was sind die Argumente für ein Ja?
Das sagen die Menschen,
die für die Initiative sind:
- Die Selbst·versorgung der Schweiz sinkt.
In einer Krise können die Bauern nicht genug Lebens·mittel für alle herstellen.
Deshalb braucht es einen Netto-Selbst·versrogungs·grad von 70 Prozent. - Fruchtbarer Boden und Biodiversität sind wichtig.
Nur dann gibt es gute Ernten.
Die Böden und die Biodiversität müssen besser geschützt sein.
Die Bauern sollen weniger Dünger und Pflanzen·schutz·mittel verwenden. - Es braucht mehr Schutz für das Grundwasser und das Trinkwasser.
Die Initiative fordert diesen Schutz.
Damit alle Menschen in der Schweiz genug und sauberes Trinkwasser haben.
Was sind die Argumente für ein Nein?
Das sagen die Menschen,
die gegen die Initiative sind:
- Der Bund hat schon heute ähnliche Ziele.
Er will den Selbst·versorgungs·grad erhöhen.
Und er will die Umwelt besser schützen. - Ein Netto-Selbst·versorungs·grad von 70 Prozent ist zu hoch.
Das ist in 10 Jahren nicht zu schaffen. - Die Umsetzung der Initiative ist teuer.
Und der Bund muss viele Vorschriften machen.
2 Erklär·videos
Quelle
Die Informationen kommen aus diesem Original-Text in Standard-Sprache in:
SRF, Die Ernährungsinitiative in Kürze
SRF, Nein-Komitee präsentiert Gegenargumente zur Ernährungsinitiative
SRF, Ernährungsinitiative verlangt nationale Wasserstrategie
easyvote, Ernährungsinitiative 27. September 2026
Der Bundesrat, das Portal der Schweizer Regierung, Ernährungsinitiative
Alle abgerufen am 15.09.2026

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