Ein neues Atom·kraftwerk kostet vielleicht bis 43 Milliarden
Es gibt eine neue Studie. Forscher haben ausgerechnet: Wie viel kostet ein neues Atomkraftwerk? Die Antwort: zwischen 14 bis 43 Milliarden Franken.
Die Schweiz braucht in Zukunft mehr Strom.
Eine Möglichkeit ist mehr Strom aus einem Atom·kraftwerk.
Die Abkürzung für Atom·kraftwerk ist: AKW.
In der Schweiz gibt es heute 3 AKWs:
- Beznau 1 und Beznau 2 in Döttingen im Kanton Aargau.
Beznau 1 läuft seit 1969. - Gösgen in Däniken im Kanton Solothurn.
Es läuft seit 1979. - Leibstadt in Leibstadt im Kanton Aargau.
Es läuft seit 1984.
Sie liefern rund ein Drittel unseres Stroms in der Schweiz.
Die Schweizer AKWs werden alt.
Irgendwann muss man sie abschalten.
So wie das AKW Mühleberg im Kanton Bern.
Es wurde im Dezember 2019 abgeschaltet.
Will man auch in Zukunft mehr Strom von AKWs?
Dann gibt es 2 Möglichkeiten:
- neue AKWs bauen.
- die 3 Schweizer AKWs länger laufen lassen.
So viel kostet ein neues AKW
Es gibt eine neue Studie.
Sie ist von der Akademie der Natur·wissenschaften Schweiz.
Die Akademie ist ein Netzwerk von Experten in der Schweiz.
Die Akademie hat die Kosten für ein neues AKW berechnet.
Das Ergebnis:
Ein neues AKW kostet zwischen 14 und 43 Milliarden Franken.
14Milliarden im besten Fall.
43 Milliarden im schlechtesten Fall.
Baukosten und Finanzierungs·kosten
Das Ergebnis ist höher als bei anderen Studien.
Die Studie der Akademie rechnet anders als frühere Studien.
Sie zählt auch die Finanzierungs·kosten dazu.
Finanzierungs·kosten bedeutet:
Für ein AKW braucht man viel Geld.
Das Geld muss man sich vielleicht leihen.
Zum Beispiel einen Kredit aufnehmen.
Dafür muss man Zinsen bezahlen.
Die Forscher der Akademie sagen:
Die Finanzierungs·kosten machen das AKW 20 bis 30 Prozent teurer.
Die Axpo und die ETH haben die Kosten auch gerechnet.
Die Axpo ist ein grosses Strom·unternehmen.
Die ETH ist eine technische Hochschule.
Die Axpo und die ETH rechnen mit rund 8 Milliarden Franken.
Im besten Fall.
Die neue Studie rechnet also mit fast doppelt so hohen Kosten.
Wieso gibt es diesen Unterschied?
Die Axpo und die ETH sagen:
Mit jedem neuen AKW sinken die Baukosten.
Forscher sind skeptisch
Die Forscher der Akademie glauben nicht,
dass neue AKWs mit der Zeit günstiger werden.
Urs Neu von der Akademie sagt:
«Bisher sind die Kosten von AKW zu AKW gestiegen.
Sie sind nicht gesunken.»
Er sagt auch:
«Das Risiko ist hoch,
dass die Kosten am Ende viel höher sind als geplant.»
Dieses Risiko muss dann der Staat tragen.
Also die ganze Schweiz.
Die Forscher der neuen Studie sagen auch:
Unternehmen bauten in den vergangenen Jahren nur grosse AKWs,
wenn der Staat ein Teil vom Risiko übernimmt.
Das ist auf der ganzen Welt so.
AKW-Verbot aufheben: Abstimmung kommt
Die Schweizer Stimm·bürger sagten 2017 Ja zu einem Verbot von neuen AKWs.
Im Juni 2026 haben der National·rat und der Stände·rat entschieden:
Das AKW-Verbot wird aufgehoben.
Es dürfen wieder neue AKWs gebaut werden.
Aber:
Es gibt ein Referendum gegen den Bau neuer AKWs.
Bis im Oktober 2026 läuft die Unterschriften·sammlung.
Gibt es genug Unterschriften?
Dann stimmt das Volk ab,
ob es das Verbot aufheben will.
Die Abstimmung dazu ist frühestens im Februar 2027.
Quelle
Die Informationen kommen aus diesem Original-Text in Standard-Sprache in:
SRF, Eine etwas andere Kostenrechnung für ein AKW
20 Minuten, Studie warnt: Neues AKW könnte bis zu 43 Milliarden Fr. kosten
scnat, Akademie der Naturwissenschaften, Wieviel könnte ein neues Kernkraftwerk in der Schweiz kosten und wie betrifft das die öffentliche Hand?
Alle abgerufen am 23.08.2026

Kommentar schreiben