Nach 50 Jahre ist es so weit: Zum ersten Mal fliegen Menschen wieder zum Mond. Am 2. April kurz nach Mitternacht startete die Rakete. Sie fliegt einmal um den Mond und wieder zurück.
00:35 Uhr.
Weltraum-Bahnhof Kennedy Space Center in Florida, USA.
Die Triebwerke der Raketen zünden.
Mit einem Donnern startet die Rakete Richtung Mond.
Der Start gelingt perfekt.
Nach 9 Minuten ist die Rakete in der Umlaufbahn der Erde.
An Bord der Rakete sind 1 Astronautin und 3 Astronauten:
- Christina Koch, USA,
- Victor Glover, USA
- Reid Wiseman, USA
- Jeremy Hansen, Kanada.

Die Crew: von links: Christina Koch, Jeremy Hansen und Reid Wiseman. Vorne: Victor Glover Bild: NASA
Christina Koch ist die erste Frau auf einem Mondflug.
Sie ist Missions·spezialistin.
Sie kümmert sich um die Bedienung aller Systeme in der Rakete.
Christina Koch ist auch zuständig für alle Experimente für die Forschung.
Sie war bereits 328 Tage im Weltall.
Victor Glover ist der Pilot.
Er fliegt das zweite Mal ins Weltall.
Er ist der erste Schwarze auf einem Mondflug.
Reid Wisemann ist der Kommandant.
Er ist der Chef der Crew.
Jeremy Hansen ist der erste Kanadier auf einem Mondflug.
Er ist von der kanadischen Weltraum·behörde CSA.
Christina Koch, Victor Glover und Reid Wisemann sind von der NASA.
Die NASA ist die Weltraum·behörde der USA.
Artemis 2 ist der Name der Weltraum-Mission.
Das Ziel einer Mission ist: das Weltall erforschen.
Die Artemis-2-Mission geht zum Mond.
Eine Rakete bringt die Astronauten ins Weltall.
Die Rakete heisst: Space Launch System.
Das ist Englisch und bedeutet: Weltraum-Start·system.
Die Astronauten fliegen in der Raketen-Kapsel.
Die Kapsel heisst Orion.
Orion ist ein Sternenbild am Himmel.
Die Kapsel ist innen etwa so gross wie ein Lieferwagen.
Die Astronauten haben also nur wenig Platz.
Keine Landung auf dem Mond
Die Astronauten fliegen um den Mond herum.
Sie landen aber nicht auf dem Mond.
Die Astronauten fliegen in einer grossen Kurve um den Mond.
Dann fliegen sie zurück zur Erde.
Die ganze Reise ist 2,3 Millionen Kilometer lang.
Die Astronauten kamen dem Mond sehr nah.
Der kürzeste Abstand zum Mond war 6545 Kilometer.
Das ist etwa die Strecke von Zürich nach New York.
Die Astronauten haben einen Rekord aufgestellt.
Sie waren 406’771 Kilometer weit weg von der Erde.
Noch nie waren Menschen weiter weg.
Testen für die Forschung
Die Astronauten arbeiten während des Fluges.
Sie testen die Systeme in der Rakete.
Zum Beispiel den Luft-Reiniger und der Trinkwasser-Spender.
Die Test-Resultate sind wichtig für die Forschung.
Die Astronauten machen auch Fotos vom Mond.
Sie haben ihr Smartphone dabei.
So können die Astronauten mit ihren Familien reden.
Kaffee, Blumenkohl, Tortillas und mehr
In der Kapsel gibt es keine Küche und keinen Kühlschrank.
Die Astronauten essen besonderes Essen.
Das Essen ist in einem Beutel verpackt.
Die Auswahl an Essen ist gross.
Die Astronauten können zwischen 189 Speisen wählen.
Es gibt zum Beispiel ein Gemüse-Kuchen oder Pasta mit Käse.
Oder Rindfleisch und dazu 5 verschiedene scharfe Saucen.
Zum Vorrat gehören zum Beispiel auch 58 Tortillas und 43 Tassen Kaffee.
Natürlich gibt es auch Gemüse und Früchte.
Zum Beispiel Brokkoli und Blumenkohl und Mango.
Zum Dessert gibt es Nüsse, Kuchen und Guetzli.
Zum Trinken gibt es neben Kaffee auch Tee und Säfte.
Und natürlich Wasser.
Die Getränke sind auch in speziellen Beuteln.
Sonst würden sie in der Luft schweben.
Christina Koch erklärt im Video, wie man im Weltall isst.
Das Video ist auf Englisch.
Den Schlafsack anbinden
Im Weltraum gibt es keine Schwerkraft.
Die Schwerkraft zieht die Dinge zum Boden.
Auf der Erde gibt es die Schwerkraft.
Wirfst du zum Beispiel einen Ball in die Luft,
dann fliegt er zuerst hoch und fällt dann zu Boden.
Ohne Schwerkraft schweben die Astronauten in der Kapsel.
Das macht das Schlafen schwierig.
Die Astronauten schlafen in Schlafsäcken.
Sie binden die Schlafsäcke an der Wand an.
So schweben die Astronauten im Schlaf nicht herum.
Sport für starke Muskeln
Die Astronauten müssen auch Sport machen.
Ohne Schwerkraft werden die Muskeln schwach.
Auch die Knochen werden schwächer.
Die Astronauten trainieren jeden Tag zwischen 30 Minuten und 2 Stunden.
Sie benutzen besondere Sportgeräte.
WC mit Luft-Spülung
In der Raketen-Kapsel gibt es ein spezielles WC.
Das WC funktioniert mit einer Luft-Spülung.
Ein Luftsog saugt alles an.
Zuerst gab es ein Problem mit dem WC.
Das WC schaltete sich selbst ab.
Die Astronautin Christina Koch konnte das WC aber reparieren.
Forscher haben das WC extra entwickelt.
Dafür brauchten sie 6 Jahre.
Das WC kostete 23 Millionen Dollar.

Das WC in der Raketen-Kapsel. Bild: Canadian Space Agency
86 Milliarden Dollar
Der Flug ins Weltall ist sehr teuer.
Die NASA schätzt die Kosten für das ganze Artemis-Programm auf 86 Milliarden Dollar.
Nur schon der Artemis-2-Flug kostet wohl 4 Milliarden Dollar.
Artemis ist das teuerste Weltraum-Programm.
Autor
Quelle
Die Informationen kommen aus diesem Original-Text in Standard-Sprache in:
SRF, Einmal um den Mond und zurück: die Artemis-II-Mission in Zahlen, abgerufen am 09.04.2026
SRF, «Artemis 2»: Nasa-Riesenrakete auf ihrem Weg zur Startrampe, abgerufen am 09.04.2026
SRF, «Artemis»-Astronauten fotografieren die Erde, abgerufen am 09.04.2026
MDR, Die wichtigsten Fakten zur ersten bemannten Mondmission seit Apollo, abgerufen am 09.04.2026
SRF, So soll die Artemis-2-Mission ablaufen, abgerufen am 09.04.2026
Blick, «Freue mich, berichten zu können, dass das WC betriebsbereit ist», abgerufen am 09.04.2026
SRF, Nach Mondumrundung: Rückflug zur Erde hat begonnen, abgerufen am 09.04.2026
Focus online, 189 verschiedene Speisen, 5 pikante Saucen: Das essen die “Artemis 2”-Astronauten im Weltall, abgerufen am 09.04.2026
Tagesanzeiger, Toilette von Artemis II kostete 23 Millionen Dollar: Nur ein Weltraumklo war noch teurer, abgerufen am 09.04.2026
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